La línea
Professor Mechthild Hesse, die 2009 mit dem Landeslehrpreis
Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde und darüber im Mai letzten Jahres
an unserem Stammtisch berichtet hat, lädt Freunde und Mitglieder der
FMG zu einer neuen, sicherlich spannenden Theateraufführung ein:
liebe freunde der freiburg-madison gesellschaft,
vor einiger zeit habe ich bei unserem stammtisch die arbeit der
englischsprachigen jugendtheatertruppe ph playmates vorgestellt, die
2009 mit dem landeslehrpreis baden-württemberg ausgezeichnet worden ist.
jetzt möchte ich sie einladen zu der aufführung von la línea, einem
stück, das sich mit der illegalen grenzüberschreitung zweier
mexikanischer jugendlicher befasst, die sich auf den gefährlichen weg
machen, ihre eltern in kalifornien suchen.
das von live musik begleitete stück wird ausschließlich von
ph-studierenden gespielt.
das stück nimmt wieder mal eine brisante thematik auf, über die wir
auch mal am stammtisch diskutieren könnten.
ann jaramillo, die kalifornische autorin des jugendromans, auf dem
la línea basiert, wird am 2.12. 11 selbst bei der aufführung an der ph
um 20 uhr anwesend sein. ihr mann luis jaramillo, als rechtsanwalt
tätig für migrantenorganisationen, wird am 1.12. um 20 uhr einen vortrag
im carl-schurz-haus halten.
im anhang das plakat, das sie über aufführungstermine etc. informiert.
gruß
mechthild hesse
prof. für englische literatur und ihre didaktik
pädagogische hochschule freiburg
Rückrufaktion für Scott Walker
Die Volksbewegung, die sich für einen Abruf (recall) des
republikanischen Gouverneurs von Wisconsin Scott Walker einsetzt, kam am letzten
Wochenende zu einer
großen Protestveranstaltung vor dem Capitol in Madison zusammen.

If you are not rich and American, recall Walker. Wisconsin
can't wait
Herbstliches Madison
Eine wunderschöne Serie von Luftaufnahmen
erwartet Sie auf der
Webseite der University of Wisconsin-Madison©.


Europas grüner (An)führer?
Diesmal wies mich Ken Schneider auf einen Artikel:
How Germany Became
Europe’s Green Leader: A Look at Four Decades of Sustainable
Policymaking hin. Der Beitrag ist wirklich lesenswert,
zumal er einige Ansichten aus Freiburg enthält.


Alles gestabt
Jim Steakley wies mich auf einen Artikel in der New York Times mit dem
Titel: My Trip to Madison:
Bikes, Brews, Burgers
and a B&B. Hier einige Bilder der Fahrradtour (©NYT):

Madison’s Wahrzeichen

Bier und Käse in einem Geschäft mit dem Namen
Fromagination

Fahrradwege nicht nur in Freiburg
Here we go again
Gestern gab es in Madison wieder einen
Protestmarsch der Staatsangestellten zum Capitol. Einige der
Demonstranten betraten das Gebäude und ließen sich, eine amerikanischen
Flage in ihrer Mitte, auf dem Boden der Rotunde nieder. Nachdem sie der
Aufforderung, das Capitol zu verlassen, nicht nachgekommen waren, nahm
die Polizei dreizehn Verhaftungen vor.


Der Grund für die neuerlichen Proteste liegt in den von Gouverneur Scott
Walker nun angewendeten Spargesetzen. Danach müssen Wisconsins
Staatsbedienstete deutlich höhere Beiträge für ihre Pension und
Krankenversicherung zahlen, was sich in Einkommensverminderungen von bis
zu 20% niederschlägt.
Noch mehr Fahnen
Der Präsident des Sister City Committee in Madison Mike von
Schneidemesser schickte das folgende Foto von der Einweihung der Sister
City Fahnen, die jetzt den Mittelstreifen der South Park Street zieren.

Mike ist ganz rechts zu sehen. Die deutsche Fahne hängt an der Seite der
Flagge von Airmaro, Ost-Timor. Wie verlautet, tat die Stadt bei der
Auswahl der Litauischen Fahne einen Fehlgriff.
Nur nicht grämen.
Madison befindet sich dabei in guter Gesellschaft.
Die Freiburger Fahne ist in Madison angekommen

Stolz posiert Alterspräsident John Jacobi vom Freiburg Sister City
Committee vor der Freiburger Fahne,
die unser Rathaus auf Bitte des FSCC nach Madison geschickt hat (Photo
Prof. Charles James).
Ein kleiner roter Ballon macht Geschichte
Die
Geschichte beginnt mit dem republikanischen Gov. Scott Walker, der am
11. Februar 2011 zum Ausgleich des defizitären Bundesstaatshaushalt von
Wisconsin seine administrativen Kürzungen ankündigte.
Dazu lesen Sie die Berichte weiter
unten auf dieser Seite.
Am folgenden Montag (18. Februar), dem Valentinstag, protestierten
die Studenten der Universität Wisconsin auf Madisons State Street, wobei
sie viele rote herzförmige mit Helium gefüllte Ballons und Transparente
mit der Aufschrift: "Please don't break our hearts" mit
sich führten. Einer dieser Ballons schwebte innerhalb des Capitols zur
Decke, doch hauchte er hier nicht wie seine übrigen Kollegen sein Helium
aus. Er schwebt noch heute! und hat es als Symbol des
Widerstandes nicht nur auf
Facebook, sondern auch auf die
Seiten der Wisconsin Historical Society geschafft.
Generalkonsul Edward M. Alford auf dem Greiffenegg
Auf einer Fahrradtour, die ihn von Weil am Rhein über Freiburg, Kehl,
Karlsruhe bis Heidelberg führt, besuchte der amerikanische Generalkonsul
Edward. M. Alford am 6. Juni das Greiffeneggschlössle. Der Präsident der
Freiburg-Madison Gesellschaft Toni Schlegel und die Direktorin des
Carl-Schurz-Hauses Friederike Schulte hatten Herrn Alford zu einem
Abendessen eingeladen. Neben seinen mitradelnden Mitarbeitern waren auch
einige Vorstandsmitglieder der FMG anwesend sowie als besonderer Gast
der Freiburger Verleger Manuel Herder.

Manuel Herder im Gespräch mit Generalkonsul Alford

Toni Schlegels Rede zur Begrüßung des hohen Gastes regte diesen zu einem
freundlichen Lächeln an, während die Vizepräsidentin der FMG Frauke Feix
sich über Tonis gelungenen Worte herzlich freute

In seiner auf deutsch gehaltenen Tischrede hob der Generalkonsul die
wachsende Bedeutung der persönlichen Kontakte hervor, die besonders
Jugendlichen der beiden kulturell so verbundenen Länder ein vertieftes
Verständnis der jeweils anderen Seite ermöglichen. In diesem
Zusammenhang unterstrich Toni Schlegel in seiner Antwort die begleitende
Betreuung der amerikanischen Studenten aus Freiburgs Partnerstadt
Madison, die sich zum Studium in Freiburg aufhalten, durch die FMG.

Die Direktorin des Carl-Schurz-Hauses Friederike Schulte und
Überraschungsgast Ted Petith, ein langjähriger Freund der FMG.
Diskutieren die beiden eines der Herzensanliegen Teds: Renewable
Educational Exchange?

Nach dem offiziellen Teil: Nach(t)sitzung und Bierrunde über den Dächern
von Freiburg. Justin spielt Mundharmonika, Mat, unser Renomierstudent,
singt Freiburg ein Lob

Frauke und Ted sind von der musikalischen Darbietung begeistert

Stolz stellen die Studenten des Academic Year in Freiburg (AYF) ihre
neuen Poloshirts mit dem Freiburg-Madison Logo zur Schau und stoßen mit
uns auf die Städtefreundschaft an
Note 1: Schicken Sie bessere Photos mit der
Genehmigung, sie auf dieser Webseite veröffentlichen zu dürfen, an
mhoefert@t-online.de
Note 2: Photos des 6. Internationalen Treffens der
Partnerstädte Freiburgs finden Sie auf der
Englischen Webseite
Wird Madison grüner als Freiburg?
Heute wies die
Presse in Madison auf den überarbeiteten Madison
Sustainability Plan hin: Fostering Environmental, Economic
and Social Resilience. Es handelt sich hier um einen Umweltplan,
den ein Arbeitsausschuss unter dem früheren Mayor David Cieslewicz im
Jahre 2004 ausgearbeitet hatte und der nun in einer erweiterten Fassung
vorliegt. Auf über 70 Seiten werden in dem neuen Entwurf in
beeindruckender Weise Ideen zur Nachhaltigkeit bei gleichzeiter Schonung
der Umwelt, Förderung der Wirtschaft und sozialer Verträglichkeit in
Madison vorgestellt. Mit einer
Kurzdarstellung im Internet fordert das federführende Komitee
für Nachhaltigen Aufbau und Energie die Bevölkerung auf, sich in
die Diskussion einzubringen. Die
Gesamtbroschüre kann im Internet (Lange Ladezeit!) heruntergeladen
werden.
'Mayor Dave' no longer
In unserer Partnerstadt Madison, Wisconsin wurde gestern am 5. April ein
neuer Bürgermeister gewählt. Bis zuletzt war es ein Kopf-an-Kopf Rennen
zwischen dem sich zur Wiederwahl stellenden David Cieslewicz (52), kurz
und
aussprechbar
Mayor Dave, und seinem Herausforderer Paul Soglin (65). Während der
Amtsinhaber sein drittes vierjähriges Mandat anstrebte, war Soglin
bereits in den Jahren 1979-86 und 1989-97 Bürgermeister von Madison, so
dass sich die Kompetenzfrage nicht stellte. Die Überraschung ist
eingetreten: 'Mayor Dave' no longer, wie das Wisconsin State
Journal titelte. Der „alte“ Bürgermeister wird den Amtsinhaber ablösen.
Dabei waren die Unterschiede bei den Wahlversprechen der Kandidaten so
gering wie die Differenz beim Wahlausgang: 49,0 zu 48,7%.
Smiling Paul Soglin: I can't believe I'm mayor
Während
sich der etwas reserviert wirkende Cieslewicz mit den Kontakten zum Volk
ein wenig schwer tat, strebt der emotionale und charmante Soglin eine
verstärkte Beteiligung der Bürger an. Eine große Heraussfordeung stellt
für Soglin die Bekämpfung der Armut dar. Ausschlaggebend für den
Wahlausgang dürften allerdings die umstrittene Erweiterung eines Hotels
am Mendotasee und die Fahrpreiserhöhungen zur Verringerung des
städtischen Defizits sein, die dem Amtsinhaber die entscheidenenden
Stimmen gekostet haben.
Mayor David Cieslewicz und OB Dieter Salomon vor dem Wappen von Madison
beim Markplatz der Partnerstädte 2008 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums
der Partnerschaft zwischen Madison und Freiburg.
Mayor Dave war ein ausgesprochener Fan unserer Green City. Bei seinem
Besuch 2008 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Partnerschaft
zwischen Madison und Freiburg interessierte er sich besonders für
Freiburgs schienengebundenen Nahverkehr und den grünen Stadtteil Vauban.
Auch der neue Bürgermeister ist umweltbewusst, sein Verhältnis zu
Freiburg als Partnerstadt muss er jedoch noch definieren, was auf seiner
Prioritätenliste sicherlich nicht ganz oben stehen dürfte. Wir sind
gespannt.
Wahlkampfabende in Freiburg und Madison
Heute
am 22. März findet in Freiburg von 18 bis 20 Uhr eine Forumsdiskussion der
örtlichen Kandidaten zur Landtagswahl im Regionalstudio des SWR,
Kartäuserstr. 45, statt. In Madison gibt es am gleichen Abend ein
Combined Mayoral/Dane County Executive Candidate Forum:
“THE PEOPLE'S CANDIDATE FORUM” FIRST OF ITS KIND...
Auf der bemerkenswerten Einladung zum Forum sind die Köpfe der
Kandidaten für das Bürgermeisteramt, des Amtsinhabers Dave Cieslewicz und
seines Heraus-forderers Paul Soglin, zu sehen.
Bring the kids - we'll have a special kids' activity table! Don't
have time for dinner before the forum? No problem - Glass Nickel pizza
and other refreshments will be available for purchase! Kostet die
Pizza nur einen Nickel oder sieht man sie für diesen Preis lediglich
hinter Glas?
Die Situation in Madison eskaliert. Nachdem gestern Nacht (9. März) der Senat nach
kurzer Beratung die Budget Repair Bill Gouverneur Walkers gebilligt
hat, soll heute das Abgeordnetenhaus mit seiner republikaischen Mehrheit
das Gesetz endgültig verabschieden. Die Abstimmung im Senat wurde
möglich, weil Punkte, welche das Budget betreffen und für die das Quorum
benötigt wird, aus dem Vorschlag herausgenommen wurden. Die
Sitzverteilung im Senat Wisconsins ist: 19 Republikaner und 14
Demokraten. Das Quorum zur Verabschiedung von Gesetzen mit finanziellen
Implikationen beträgt 20. Nachdem vor zwei Wochen alle demokratischen
Senatoren über die Landesgrenze nach Illinois
geflohen waren, konnten die
verbleibenden republikanischen Senatoren die ursprüngliche Fassung des
Gesetzes nicht verabschieden. Bis gestern Abend hatten die Republikaner
vergeblich versucht, wenigstens einen Senator der Demokraten zur
Rückkehr nach Wisconsin zu bewegen.
Das neue Gesetz, welches mit 18 Stimmen gegen eine Stimme eines
republikanischen Senators (hört, hört!) verabschiedet wurde, schränkt
nun nur noch das Verhandlungsrecht der Gewerkschaften ein. Kurz nach
Bekanntwerden diese Nachtaktion haben die Menschen das Capitol gestürmt
und halten es besetzt.
Soeben kam folgende Meldung über den News-ticker:
The
State Capitol remained closed as of about 10:15 a.m. Thursday, and four
or five protesters sitting in front of the Assembly doors were dragged
away, but not put under arrest, by State Patrol troopers and other
officers. Wie zu erwarten, ließ das Repräsentatnethaus am Morgen
des 10. März
die verstümmelte Budget Repair Bill mit 53 zu 42 Stimmen passieren.
Zurzeit demonstrieren in Freiburgs Partnerstadt Madison die Bürger am
und im Capitol, dem Regierungssitz des Gouverneurs und der Legislative,
gegen eine geplante Einschränkung des Rechts der Gewerkschaften,
Tarifverhandlungen für die Staatsbediensteten zu führen. Dass diese
Proteste die Antivietnamdemonstrationen in Madison des Jahres 1967
bereits jetzt an Intensität und Dauer übertreffen, deutet auf
tiefergehende Probleme hin.

In dem dem Abgeordnetenhaus und dem Senat vorgelegten
Haushaltsreparaturgesetz (budget repair bill) hat der neugewählte
republikanische Gouverneur Scott Walker treu den Grundsätzen seiner
Partei, die Steuern nicht zu erhöhen und dafür zum Ausgleich des Budgets
die Staatsausgaben zu kürzen, das in den USA ohnehin dünne soziale Netz
zerschnitten (take it from the poor). Währenddessen versucht sich die
republikanisch ausgerichtete Fernsehkette FOX in Verschwörungstheorie
und beschuldigt eine Koalition aus Sozialisten, Islamisten und
Marxisten, den amerikanischen way of life zerstören zu wollen. Diese
Behauptung wird ganz volksnah am Benzinpreis festgemacht, der von
derzeit 3.80 U$ pro Gallone (Literpreis 0,72 €) auf 6, 10 ja 20 U$
steigen könnte. Dabei ist für viele Menschen in den USA die
amerikanische Lebensart nur noch ein längst vergangener Traum, während
der Ölpreis nicht durch die Koalition der Bösen, sondern durch Angebot,
Nachfrage und Spekulanten in die Höhe getrieben wird. Tatsache ist, dass
im Zeitalter des Internets, das Volk sich nicht mehr so einfach
verdummen lässt. Deshalb demonstrieren die Menschen hier in Madison
nicht mehr nur für die Rechte der Gewerkschaften, sondern vor allem
gegen den geplanten Stellen- und Sozialabbau wie etwa die Streichnung
des Erziehungsgeldes.

Nachdem alle 14 demokratischen Senatoren Wisconsins über die
Staatsgrenze ins benachbarte Illinois geflüchtet sind, kann das
Haushaltsreparaturgesetz mangels des notwendigen Quorums im Senat nicht
verabschiedet werden. Von den Republikanern mit der State Police gesucht
gelten die geflüchteten Senatoren den Demonstranten inzwischen als
Volkshelden. Da die Polizisten als Staatsbedienstete von Walkers
Sparmaßnahmen ebenfalls direkt betroffen sind, halten sie mehrheitlich
zu den Demonstranten.

Wer nun die Hatz auf die 14 als Katz und Mauspiel ansieht, muss auch die
Gegentaktik der Republikaner, auf Nebenkriegsschauplätze abzulenken,
betrachten. Das von den Demonstranten besetzte Capitol benötigt nach
Angaben der Regierung 7,5 Mio U$ Renovierungskosten, die in einer
nachgeschobenen Korrektur kleinlaut auf 350000 U$ herunterkorrigiert
wurden. Die Gewerkschaft der Maler bot daraufhin an, die entstandenen
Schäden umsonst zu reparieren. Wer wird in diesem Propagandakrieg den
längeren Atem behalten?

Während Anhänger der rechten Teaparty die Demokraten als Sozialisten
beschimpfen, scheint sich am linken Rand der Demokratischen Partei quasi
als Gegenpol eine radikale Opposition zu bilden. Lässt sich die
Mittelklasse geplagt von materiellen Sorgen, vor allem was das Auskommen
im Alter betrifft, von rechten und linken Rattenfängern betören,
polarisieren und wird die bürgerliche Mitte am Ende zwischen Rechts und
Links zerrieben? Ist die von einigen Amerikanern geäußerte Furcht vor
Weimarer Verhältnissen berechtigt? Ist das Mutterland der Demokratie vor
massiven sozialen Unruhen gefeit? Teilnehmer der Demonstration in
Madison sprechen davon, dass hier Geschichte geschrieben wird, zumal man
vereinzelt Arbeiter aus Detroit oder Krankenschwestern aus Houston
sieht, die mit ihren Plakaten angereist die Protestbewegung in Madison
unterstützen.
Wississippi
Von unserem Korrespondenten aus Madison Mike von Schneidemesser:
Liebe Freunde in Freiburg!
In dem noch winterlichen Madison gehen die politschen Wogen ganz hoch.
Die Wahlparole unseres neuen Governeurs ist "Wisconsin is open for
business", er sagt, dass Buerokratie und Steuern die job-schaffenden
Unternehmer vergraulen. Der mit 52% gewaehlte Scott Walker versucht nun,
im Schnellverfahren auf dem Ruecken der oeffentlichen Angestellten das
Budgetdefizit um 10% zu kuerzen und gleichzeitig die Gewerkschaften zu
entmachten. Dieser Eingriff in die Tarifautonomie brachte die Lehrer und
viele andere auf die Strasse.
Mittwoch waren die Schulen geschlossen! Dienstags und Mittwoch wurde das
Kapitol von lautstarken aber friedlichen Zehntausend belagert. Dienstags
waren fast alle Plakate noch handgemacht, eins rief auf: "Egypt help
us" und ein anderes lautete "Wississippi" in Anlehnung an einen
Leitartikel: "We are Open... to Become Mississippi with Cold Winters",
wobei Mississippi der rueckstaendigste aller 50 Staaten ist. Hier einige
Links:
Thousands gather at Capitol for rallies und
Madison schools and others to close on Thursday amid call for large
demonstrations
Wisconsin jubelt
Am
gestrigen Sonntag
gewannen die Green Bay Packers die Superbowl im
amerikanischen Football, der in der Bedeutung der Salatschüssel, dem
Vereinspokal des deutschen Fußballs, entspricht. Sie schlugen die
Pittburgh Steelers in einem spannenden Spiel mit 31:25.
Präsident Obama
hatte die beiden Bürgermeister Dave Cieslewicz aus Madison und Tom
Barrett aus Milwaukee zum Footballgucken ins Weiße Haus eingeladen. Zu
einer solchen Party bringt man normalerweise einen Sixpack Bier mit,
doch nachdem Kollege Tom aus der Bierstadt Milwaukee ebenfalls anwesend
war,
hielt es Mayor Dave für ratsamer,
einen crock pot of those little wieners, those Oscar Mayer party wieners
mitzunehmen.
Neuigkeiten aus Madison
Heute am 2. Februar
bereitet sich Madison auf einen Blizzard vor.
Man erwartet im Stadtgebiet Schneehöhen bis zu 30 cm. Wegen des starken Windes
wird mit Schneeverwehungen gerechnet. Viele öffentliche Gebäude
(Schulen) bleiben geschlossen. Der Wintereinbruch bedeutet auch den
Ausfall des Groundhog Day.
Viele Kommentatoren hoffen indess, dass sich Bill Murrays Albtraum - im
Kultfilm: Und täglich grüßt das Murmeltier
- von der jährlichen Wiederkehr der Ereignisse
nicht wiederholt.
Regelmäßig lasse ich mich über Neuigkeiten aus Madison informieren. Der
Großteil dieser Nachrichten, weil lokal, wird Sie nicht berühren. Hier
jedoch sind zwei Meldungen, die auch für uns von Interesse sein
dürften:
Der neugewählte Gouverneur
Walker kills project to convert power plant to burn biofuels, und
was Walmart in Deutschland nicht geschafft hat, gelingt Aldi mit einer
New Aldi store opening in Fitchburg, einem südlichen Vorort von
Madison.
Abendliche Grüße aus Madison

John Lawrence Quinlan aus Madison hat uns sein Photo mit folgendem
Kommentar überlassen: Discovered the long lost negative for a
favorite shot while rummaging through the family photo box tonight....
an aerial shot taken just after dusk of downtown Madison, c. 1983,
looking west. One of those photos right on the verge of being
impossible, because of the dim light, and being taken from a moving
plane. Turned out pretty nice, though, dont'cha think? Ja
John, da geben wir Dir recht.
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